Abschluss bei Verein Frauen für Frauen: 11,6 Millionen Schritte in 4 Tagen – was die Gurkarl und 562 weitere Teilnehmende HR-Verantwortlichen darüber zeigen, wie Haltung und Bewegung gemeins

11,6 Millionen Schritte. In vier Tagen. Von 563 Menschen, die nicht einfach nur spazieren gehen wollten – sondern eine Haltung zeigen wollten. Der Abschluss der Challenge des Vereins Frauen für Frauen im Rahmen von „Gehen gegen Gewalt" ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte in Zahlen. Es ist ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn Bewegung und Überzeugung zur selben Zeit am selben Ort zusammentreffen. Für HR-Verantwortliche steckt darin mehr als Inspiration – es steckt darin ein Modell.

563 Teilnehmende, eine gemeinsame Richtung – und die Gurkarl

Zwischen all den Schrittzählern, Teams und Tageswertungen sticht ein Name heraus: die Gurkarl. Kein Teamname, der nach Leistungsoptimierung klingt – und gerade deshalb so wirkungsvoll ist. Wer sich „die Gurkarl" nennt, hat offensichtlich verstanden, dass es bei einer Challenge wie dieser nicht ums Gewinnen geht, sondern ums Mitmachen. Das klingt banal, ist aber in der Praxis einer der entscheidendsten Faktoren für die Breitenwirkung einer Schritte-Challenge. In der Praxis zeigt sich: Je niedrigschwelliger der Einstieg, desto höher die tatsächliche Beteiligung – und desto nachhaltiger der Effekt auf die Bewegungskultur einer Organisation.

563 Teilnehmende in einem gemeinnützigen Kontext zu aktivieren ist keine Selbstverständlichkeit. Das gelingt nicht durch Verpflichtung, sondern durch eine Botschaft, die größer ist als die eigene Gesundheit. Genau das ist das Besondere an dieser Challenge: Sie verbindet körperliche Bewegung mit einer gesellschaftlichen Aussage. Und diese Kombination ist – das zeigen die Zahlen – ein außerordentlich wirkungsvoller Motivator.

Was vier Tage und 11,6 Millionen Schritte über Motivation verraten

Vier Tage sind kurz. Zu kurz, um sich auf einer Welle des Enthusiasmus auszuruhen. Das Ergebnis von 11,6 Millionen Schritten bedeutet, dass die Beteiligten im Schnitt über 20.000 Schritte pro Tag gegangen sind – deutlich mehr als der empfohlene Richtwert von 10.000 Schritten täglich, den die WHO als allgemeines Gesundheitsziel propagiert. Das ist kein Zufall. Eine Studie der Universität Cambridge aus dem Jahr 2023, veröffentlicht im Fachjournal PLOS Medicine, zeigt, dass Menschen, die an gruppenbasierten Bewegungsinterventionen teilnehmen, ihre Aktivität im Schnitt um 27 Prozent steigern – verglichen mit Menschen, die alleine trainieren.

Der Grund liegt auf der Hand: Wenn das soziale Umfeld Bewegung als Norm setzt, verändert sich das eigene Verhalten fast automatisch. Für HR-Verantwortliche bedeutet das: Eine Schritte-Challenge ist kein Sportprogramm. Sie ist ein soziales Experiment, das – richtig gestaltet – das Bewegungsverhalten einer gesamten Belegschaft verschieben kann. Nachhaltig. Ohne Zwang.

Haltung und Bewegung: Warum beides untrennbar zusammengehört

Das Thema „Gehen gegen Gewalt" verbindet zwei Dimensionen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: körperliche Bewegung und gesellschaftliche Haltung. Aber genau in dieser Verbindung liegt die eigentliche Stärke. Wenn Mitarbeitende nicht nur für ihre eigene Gesundheit laufen, sondern für etwas, das über sie hinausgeht, entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, das eine reine Fitness-Challenge nicht erzeugen kann.

Viele HR-Verantwortliche berichten, dass sogenannte Purpose-driven Challenges – also Challenges mit einem sozialen oder gesellschaftlichen Bezug – eine signifikant höhere Teilnahmequote erzielen als reine Gesundheitsinitiativen. Das deckt sich mit Erkenntnissen aus der Motivationspsychologie: Menschen handeln dann besonders ausdauernd, wenn sie einen Sinn hinter ihrer Handlung erkennen, der über den eigenen Nutzen hinausgeht. In der Unternehmenssprache nennt man das intrinsische Motivation – und sie ist der stärkste Hebel, den HR überhaupt bedienen kann. Eine Schritte-Challenge mit gesellschaftlichem Bezug tut genau das: Sie gibt Bewegung einen Grund.

Was HR aus einem Abschluss lernt, der eigentlich kein Ende ist

Der Abschluss einer Challenge ist selten das, was HR-Verantwortliche am intensivsten beschäftigt. Meistens liegt der Fokus auf dem Launch, auf den ersten Tagen, auf dem Halbzeitstand. Dabei ist der Abschluss aus BGM-Perspektive der wichtigste Moment – weil er zeigt, was bleibt. Beim Verein Frauen für Frauen bleiben 11,6 Millionen Schritte, eine Community aus 563 Menschen, die sich gemeinsam bewegt haben, und eine Botschaft, die über die Challenge hinausgetragen wurde.

Für die Unternehmensanwendung bedeutet das: Der Abschluss einer Schritte-Challenge sollte geplant sein – und zwar nicht als Endpunkt, sondern als Übergangsmoment. Eine kurze Auswertungsrunde im Team, ein gemeinsames Abschluss-Event oder schlicht eine interne Kommunikation, die die Ergebnisse sichtbar macht, können den Effekt einer Challenge verdoppeln. Die Forschung von Lally et al. (University College London) zeigt, dass neue Verhaltensweisen im Schnitt 66 Tage benötigen, um zur Gewohnheit zu werden – eine vier- bis sechswöchige Challenge schafft also die Basis, aber der Abschluss entscheidet, ob daraus Nachhaltigkeit entsteht.

Bewegung als Teambuilding: Was Vereine Unternehmen vorausmachen

Gemeinnützige Organisationen wie der Verein Frauen für Frauen haben in einer Sache oft einen Vorsprung vor Unternehmen: Sie kennen den Kitt, der Menschen zusammenhält. Es ist nicht das Gehalt, nicht das Bonussystem, nicht die nächste Beförderung. Es ist das Gefühl, Teil von etwas zu sein, das zählt. Eine Schritte-Challenge – ob im Verein oder im Unternehmen – kann genau dieses Gefühl erzeugen. Vorausgesetzt, sie ist gut gemacht.

Im Unternehmenskontext fehlt dieser soziale Klebstoff oft. Abteilungen arbeiten nebeneinander her, Hierarchien erzeugen Distanz, Homeoffice verstärkt die Vereinzelung. Bewegungsinitiativen durchbrechen all das auf eine Art, die kaum ein anderes Instrument schafft – weil sie niemanden bevorzugen. Die Person mit den meisten Schritten ist an Tag eins noch unbekannt. Das schafft eine Gleichheit, die soziale Nähe ermöglicht, bevor man überhaupt miteinander gesprochen hat.

Best Practices: Was HR aus dieser Challenge mitnehmen sollte

Drei Dinge fallen an der Challenge des Vereins Frauen für Frauen besonders auf – und alle drei sind direkt auf den Unternehmenskontext übertragbar. Erstens: Ein klares Thema, das über die Challenge selbst hinausgeht. „Gehen gegen Gewalt" ist eine Aussage, kein Slogan. Wenn HR eine Schritte-Challenge mit einer Kampagne oder einem Zweck verknüpft – zum Beispiel einer Spendenaktion, einem Nachhaltigkeitsziel oder einem Awareness-Thema –, steigt die emotionale Bindung der Teilnehmenden messbar. Zweitens: Die Größe der Gruppe ist kein Selbstzweck. 563 Teilnehmende bedeuten 563 individuelle Motive, mitzumachen. HR tut gut daran, diese Vielfalt zu feiern, statt nach Einheitlichkeit zu streben. Drittens: Ein Name wie „die Gurkarl" ist Gold wert. Teams, die sich selbst benennen dürfen, identifizieren sich stärker mit dem Prozess – und bleiben länger dabei.

Aus wissenschaftlicher Perspektive unterstützt das eine Metaanalyse des British Journal of Health Psychology (2021), die zeigt, dass selbstgewählte Gruppenidentitäten in sportlichen Interventionen die Abschlussrate um bis zu 34 Prozent erhöhen. Freiwilligkeit und Selbstwirksamkeit sind die beiden stärksten Prädiktoren für langfristige Verhaltensänderungen im BGM.

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Was der Verein Frauen für Frauen in vier Tagen mit 563 Menschen demonstriert hat, ist keine Ausnahme. Es ist ein reproduzierbares Ergebnis – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. instingo bietet Unternehmen genau diese Rahmenbedingungen: eine unkomplizierte Plattform, die Schritte-Challenges organisiert, Teams zusammenbringt und Bewegung sichtbar macht – ohne IT-Aufwand, ohne langen Vorlauf, ohne große Budgets.

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