Halbzeit beim ZBFS: 17,6 Millionen Schritte in 15 Tagen – wie 100 Mitarbeitende in 22 Teams zeigen, was Bewegung im öffentlichen Dienst wirklich bewegen kann

17,6 Millionen Schritte. In 15 Tagen. Von 100 Mitarbeitenden in einer Behörde des öffentlichen Dienstes. Wer glaubt, dass Bewegungsinitiativen vor allem in der Privatwirtschaft funktionieren, wird hier eines Besseren belehrt. Das Zentrum Bayern Familie und Soziales – kurz ZBFS – zeigt gerade eindrucksvoll, was passiert, wenn eine Schritte-Challenge auf echten Teamwillen trifft.

Öffentlicher Dienst, private Leistung: Was 22 Teams wirklich zeigen

Das ZBFS ist eine staatliche Mittelbehörde im Freistaat Bayern – zuständig für Menschen in sozialen Problemlagen, für Versorgung, Teilhabe und Förderung. Der Alltag ist geprägt von Aktenbergen, Bildschirmarbeit, Videokonferenzen und einer Organisationsstruktur, die sich nicht eben dafür bekannt ist, spontane Bewegungsinitiativen hervorzubringen. Umso bemerkenswerter, was hier gerade passiert.

100 Mitarbeitende haben sich in 22 Teams zusammengefunden. Bereits zur Halbzeit steht eine Schrittzahl, die sich sehen lassen kann: 17,6 Millionen. Das entspricht rechnerisch über 13.000 Kilometern – grob gesagt einer Strecke von München bis Buenos Aires. Natürlich geht es nicht um Rekorde. Es geht um etwas anderes: um Gemeinschaft, um den Impuls, sich täglich ein bisschen mehr zu bewegen – und darum, dass 100 Menschen gleichzeitig spüren, dass ihr Beitrag zählt.

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass es nicht die großen Gesten sind, die Teams zusammenschweißen, sondern die kleinen Rituale. Ein paar Kolleginnen, die mittags eine Runde um den Block drehen. Ein Team-Chat, der abends noch über Schrittstände diskutiert. Die Frage am Montagmorgen: "Wie viele hattest du am Wochenende?" Das ist Teambuilding – ungeplant, unmoderiert, organisch.

Was Bewegung im öffentlichen Dienst besonders bewegt

Der öffentliche Dienst hat eine Besonderheit, die in Diskussionen über Corporate Wellness oft übersehen wird: Die Mitarbeitenden wechseln seltener den Arbeitgeber als in der Privatwirtschaft – was einerseits Stabilität bedeutet, andererseits aber auch das Risiko birgt, dass Routinen und Strukturen erstarren. Bewegungsangebote können hier eine Funktion übernehmen, die weit über körperliche Gesundheit hinausgeht.

Laut einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2023 geben 37 % der deutschen Beschäftigten an, sich im Arbeitsalltag zu wenig zu bewegen – im öffentlichen Dienst ist der Anteil von Büro- und Schreibtischtätigkeiten besonders hoch. Gleichzeitig belegen Daten des Statistischen Bundesamtes, dass der durchschnittliche Krankenstand im öffentlichen Sektor über dem Gesamtdurchschnitt liegt. Das sind keine abstrakten Zahlen – das sind Hinweise darauf, dass strukturelle Bewegungsarmut ein echtes Kostenproblem ist.

Eine Schritte-Challenge adressiert genau diese Lücke: niedrigschwellig, inklusiv, ohne Sportverein oder Fitnessstudio. Wer laufen kann, kann mitmachen. Und genau das macht das Konzept für Behörden und Verwaltungen so attraktiv – es braucht keine Infrastruktur, keine Umkleidekabinen, keinen Sonderurlaub. Es braucht nur den Willen, loszugehen.

22 Teams: Was Teamstruktur mit Motivation macht

22 Teams bei 100 Teilnehmenden – das bedeutet im Schnitt rund vier bis fünf Personen pro Team. Diese Größe ist kein Zufall, sondern eine der klügsten Entscheidungen, die man bei der Organisation einer Schritte-Challenge treffen kann. Kleine Teams erzeugen eine höhere Verbindlichkeit. Jede einzelne Person spürt, dass ihr Beitrag sichtbar ist – und dass Aussetzer das Gesamtergebnis des Teams spürbar beeinflussen.

Verhaltenspsychologisch ist das gut belegt: Menschen erbringen in kleinen, klar definierten sozialen Gruppen häufig bessere Leistungen als in großen anonymen Verbänden – ein Effekt, den Forscher als "Social Facilitation" beschreiben. Die Studie "Social Incentives in the Workplace" (Bandiera et al., 2010) zeigte bereits, dass die Produktivität von Mitarbeitenden signifikant steigt, wenn sie eng mit Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten, denen sie sich verbunden fühlen.

Auf eine Schritte-Challenge übertragen bedeutet das: Wer in einem kleinen Team läuft, läuft nicht für sich – sondern für andere. Und das ist, wenn man es genau betrachtet, einer der mächtigsten Motivatoren überhaupt. Keine App der Welt schafft das allein. Aber eine gut gestaltete Challenge-Struktur kann genau diesen Effekt systematisch erzeugen.

Halbzeit – und warum gerade jetzt der entscheidende Moment ist

Zur Halbzeit einer Challenge passiert etwas Interessantes: Die Anfangseuphorie ist verebbt, aber das Ziel ist noch nicht greifbar nah. Es ist der Moment, in dem sich entscheidet, ob eine Challenge zur echten Bewegungsgewohnheit wird – oder ob sie still und leise einschläft. HR-Verantwortliche, die diesen Zeitpunkt aktiv gestalten, machen den Unterschied.

Viele Unternehmen und Behörden berichten, dass ein gezielter Impuls zur Halbzeit – ein Update auf dem Intranet, eine interne Rangliste, ein Dank der Führungsebene – die Teilnahmequalität in der zweiten Hälfte messbar steigert. Es geht nicht darum, zusätzlichen Druck aufzubauen. Es geht darum, zu signalisieren: Wir sehen euch. Eure Schritte zählen. Macht weiter.

Beim ZBFS stehen 17,6 Millionen Schritte in 15 Tagen – das sind im Schnitt fast 176.000 Schritte pro Tag für alle Teilnehmenden zusammen, oder grob 1.760 Schritte täglich pro Person zusätzlich zu dem, was sie sowieso gegangen wären. Das klingt erst nach wenig. Aber es ist genau dieses Mehr, das über Wochen hinweg Wirkung zeigt: auf den Kreislauf, auf den Schlaf, auf die Stimmung – und auf die Arbeitsatmosphäre.

Was HR-Verantwortliche jetzt fürs eigene Haus mitnehmen können

Das ZBFS zeigt, dass eine Schritte-Challenge im öffentlichen Dienst nicht nur möglich, sondern wirkungsvoll ist. Wer eine ähnliche Initiative plant, sollte ein paar Punkte beachten, die in der Praxis den Unterschied machen. Erstens: Die Teamgröße bewusst klein halten. Drei bis sechs Personen pro Team schaffen die beste Verbindlichkeit. Zweitens: Führungskräfte aktiv einbinden – nicht als Kontrollorgan, sondern als sichtbare Mitmacher. Das sendet ein klares Signal an die gesamte Belegschaft.

Drittens empfiehlt es sich, die Challenge mit einem Rahmen zu versehen, der über den reinen Wettbewerb hinausgeht: ein gemeinsames Ziel, ein Spendenprojekt, ein symbolisches Ziel auf einer virtuellen Karte. Solche Elemente stärken das kollektive Erleben – und damit die Wirkung auf den Teamzusammenhalt. Viertens: Kommunikation nicht unterschätzen. Regelmäßige Updates, Ranglisten, Teamnamen mit Wiedererkennungswert – all das hält die Challenge lebendig, auch wenn der innere Schweinehund in der Wochenmitte lauter wird als das Gewissen.

Fünftens – und das ist der vielleicht unterschätzte Punkt – sollte der Abschluss der Challenge genauso viel Aufmerksamkeit bekommen wie der Start. Ein kleines Event, eine Auswertung, ein gemeinsames Mittagessen: Der Abschluss verankert die Erfahrung im kollektiven Gedächtnis und legt den Grundstein dafür, dass beim nächsten Mal die Anmeldezahlen von allein steigen.

Mitarbeiterbindung durch Bewegung: Mehr als ein Trend

Was das ZBFS gerade erlebt, ist kein Zufall und kein Selbstläufer. Es ist das Ergebnis einer Entscheidung: der Entscheidung, Bewegung als kollektives Erlebnis zu gestalten und nicht als individuelle Fitness-Pflicht. Dieser Unterschied ist fundamental. Corporate Wellness funktioniert nicht als Verordnung von oben – sie funktioniert, wenn Menschen sich freiwillig einbringen und dabei spüren, dass sie Teil von etwas Gemeinsamem sind.

Die Forschungslage ist eindeutig: Laut einer Meta-Analyse der Harvard T.H. Chan School of Public Health (2022) reduziert körperliche Aktivität das Risiko von Depressionen um bis zu 26 % – und bessere psychische Gesundheit der Belegschaft korreliert direkt mit niedrigerem Krankenstand, höherer Produktivität und stärkerer Mitarbeiterbindung. Wer in Corporate Wellness investiert, investiert also nicht in ein Nice-to-have. Er investiert in die Leistungsfähigkeit seiner Organisation.

17,6 Millionen Schritte in 15 Tagen. 22 Teams. 100 Menschen, die sich bewegen. Das sind keine abstrakten Zahlen – das ist gelebte Unternehmenskultur, Schritt für Schritt.

Jetzt selbst starten: Ihre Schritte-Challenge mit instingo

Sie arbeiten in der HR-Abteilung einer Behörde, einer Organisation oder eines Unternehmens – und denken gerade: "Das wäre auch etwas für uns"? Dann ist jetzt der richtige Moment. Eine Schritte-Challenge lässt sich schneller umsetzen, als die meisten Personalverantwortlichen erwarten – und der Effekt auf Teamzusammenhalt, Mitarbeitermotivation und Bewegung am Arbeitsplatz ist messbar.

instingo macht genau das möglich: eine digitale Plattform für Schritte-Challenges, die speziell für Unternehmen entwickelt wurde – mit Team-Wertung, individuellen Ranglisten, Aktivitätsumrechnung und einer intuitiven Oberfläche, die keine IT-Kenntnisse voraussetzt. Ob 20 oder 2.000 Mitarbeitende, ob Verwaltung oder Produktion, ob Homeoffice oder Präsenz: instingo funktioniert für jede Struktur.

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