Krankenstand auf Rekordhoch: Was der aktuelle DAK-Gesundheitsreport HR-Verantwortlichen über Bewegungsmangel verrät – und welche eine Maßnahme sofort wirkt

Der Krankenstand in deutschen Unternehmen hat ein neues Rekordniveau erreicht. Laut dem DAK-Gesundheitsreport 2024 lag der Krankenstand im Jahr 2023 bei 5,5 Prozent – das entspricht durchschnittlich rund 20 Fehltagen pro Mitarbeitendem und Jahr. Ein Wert, der Personalabteilungen bundesweit unter Druck setzt. Wer jetzt jedoch nur auf Einzelmaßnahmen wie ergonomische Bürostühle oder Employee Assistance Programs setzt, löst das Problem nur an der Oberfläche. Denn der Report liefert eine klare Botschaft: Bewegungsmangel ist einer der zentralen Treiber steigender Fehlzeiten – und er betrifft nahezu jede Belegschaft.

Was der DAK-Gesundheitsreport wirklich sagt – und was viele übersehen

Der DAK-Gesundheitsreport 2024 analysiert die Krankheitsdaten von über zwei Millionen Versicherten und liefert damit eine der belastbarsten Datengrundlagen für das betriebliche Gesundheitsmanagement in Deutschland. Muskel-Skelett-Erkrankungen stehen dabei konstant auf Platz zwei der häufigsten Krankheitsursachen – mit einem Anteil von rund 21 Prozent aller Fehltage. Was viele HR-Verantwortliche bei der Lektüre übersehen: Diese Erkrankungen sind in einem erheblichen Maß vermeidbar. Rückenschmerzen, Verspannungen, Beschwerden in Schulter und Nacken – das sind klassische Folgen von körperlicher Inaktivität, wie sie in sitzgeprägten Berufen täglich entstehen.

Hinzu kommt, dass laut DAK auch psychische Erkrankungen mit 17,6 Prozent der Fehltage weiter auf einem hohen Niveau verharren. Auch hier zeigt die Forschungslage eindeutig: regelmäßige körperliche Aktivität wirkt nachweislich präventiv gegen Stress, Burnout und depressive Verstimmungen. Eine Metaanalyse im Fachjournal JAMA Psychiatry (2023) belegt, dass körperliche Bewegung das Risiko einer Depression um bis zu 43 Prozent senken kann – ein Wert, der in keinem Pharmakatalog steht, aber jede HR-Strategie beeinflussen sollte.

Bewegungsmangel im Büro: Das unterschätzte Betriebsrisiko

Die durchschnittliche Bürokraft sitzt über sieben Stunden täglich – und das oft ohne nennenswerte Unterbrechungen. Die Weltgesundheitsorganisation stuft körperliche Inaktivität inzwischen als viertgrößten Risikofaktor für nicht übertragbare Krankheiten weltweit ein. Im Unternehmenskontext bedeutet das: Jede Belegschaft, die sich nicht aktiv bewegt, trägt ein strukturelles Gesundheitsrisiko in sich – unabhängig vom Alter der Mitarbeitenden oder der Branche.

In der Praxis zeigt sich, dass viele Unternehmen dieses Risiko lange unterschätzt haben. Flexible Arbeitszeiten wurden eingeführt, Homeoffice-Regelungen ausgebaut – beides lobenswert, aber mit einem unerwünschten Nebeneffekt: Wege fallen weg. Der Gang zur U-Bahn, die Treppe ins Büro, der kurze Fußweg zum Mittagessen. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse gehen Menschen im Homeoffice täglich bis zu 3.000 Schritte weniger als im Büro. Hochgerechnet auf ein Arbeitsjahr ist das ein erhebliches Bewegungsdefizit – und ein unterschätzter Treiber steigender Krankenstände.

Warum klassische BGM-Maßnahmen oft verpuffen

Viele Unternehmen reagieren auf steigende Fehlzeiten mit gut gemeinten, aber wenig wirksamen Maßnahmen: Ein Obstkorb in der Küche, ein einmaliger Rückenkurs im Herbst, vielleicht ein subventioniertes Fitnessstudio-Abo. Das Problem ist nicht der Einsatz, sondern die Struktur. Einzelmaßnahmen ohne sozialen Rahmen erreichen nur die Mitarbeitenden, die ohnehin bereits motiviert sind. Die anderen – oft die, die es am dringendsten bräuchten – bleiben außen vor.

Corporate Wellness funktioniert dann, wenn sie kollektiv erlebt wird. Das bestätigt auch die Forschung: Soziale Unterstützung ist einer der stärksten Prädiktoren für nachhaltiges Bewegungsverhalten. Wer sich mit Kolleginnen und Kollegen auf ein gemeinsames Ziel zubewegt, bleibt länger dabei. Die Kombination aus Gemeinschaftsgefühl, spielerischem Wettbewerb und konkretem Feedback – genau das ist der Kern einer gut konzipierten Schritte-Challenge.

Die eine Maßnahme, die sofort wirkt: die Schritte-Challenge

Eine Schritte-Challenge ist keine neue Erfindung – aber sie ist eine der wenigen Corporate-Wellness-Maßnahmen, die beweisbar funktioniert. Das Prinzip ist einfach: Mitarbeitende tracken ihre täglichen Schritte, treten in Teams gegeneinander an und verfolgen gemeinsam ein Bewegungsziel über einen definierten Zeitraum. Was simpel klingt, entfaltet in der Praxis eine erstaunliche Wirkung auf Motivation, Teamzusammenhalt und Wohlbefinden.

Eine Studie der Stanford University (veröffentlicht im British Journal of Sports Medicine) zeigte, dass Menschen, die in sozialen Gruppen Sport treiben oder sich gemeinsam Bewegungsziele setzen, ihre körperliche Aktivität um bis zu 200 Prozent steigern können – verglichen mit Einzelpersonen ohne soziale Einbindung. Für HR-Verantwortliche bedeutet das: Die Schritte-Challenge ist nicht nur ein Wellness-Tool, sie ist eine Verhaltensstrategie. Sie verändert Routinen, nicht nur Einstellungen. Und genau das ist der Unterschied zwischen einer Maßnahme, die Fehlzeiten senkt, und einer, die sie nicht senkt.

Viele HR-Verantwortliche berichten zudem, dass Schritte-Challenges Abteilungsgrenzen aufbrechen. Mitarbeitende, die sich im Alltag kaum begegnen, laufen plötzlich gemeinsam in der Mittagspause. Ein Ergebnis, das kein Teambuilding-Event in einem Seminarhotel reproduzieren kann – weil es organisch entsteht, nicht geplant wird.

Best Practices: So führen HR-Teams eine Schritte-Challenge erfolgreich ein

Der Erfolg einer Schritte-Challenge hängt nicht vom Tool ab – sondern von der Art der Einführung. Wer die Challenge intern als „Pflicht" oder reine Gesundheitskampagne kommuniziert, verliert bereits vor dem Start. Besser ist es, den Fokus auf Gemeinschaft und gemeinsamen Spaß zu legen. Die Einladung zur Challenge sollte aus der Unternehmensführung kommen oder zumindest von ihr sichtbar unterstützt werden. Wenn die Geschäftsführerin oder der Teamleiter selbst mitmacht, steigt die Beteiligungsrate signifikant.

Teams sollten möglichst abteilungsübergreifend zusammengestellt werden – das fördert den Austausch über Silogrenzen hinweg. Ein Challenge-Zeitraum von drei bis vier Wochen hat sich als besonders wirksam erwiesen: lang genug, um Gewohnheiten zu formen, kurz genug, um Energie und Motivation aufrechtzuerhalten. Wichtig ist außerdem ein niedrigschwelliger Einstieg: Nicht jede Person schafft 10.000 Schritte täglich. Wer mit realistischen Teamzielen arbeitet und Fortschritte sichtbar macht, hält auch weniger aktive Mitarbeitende im Boot.

Die Kommunikation begleitend zur Challenge ist mindestens so entscheidend wie das Tracking selbst. Kurze Updates über einen internen Chat, Zwischenrankings und kleine Anerkennungen – ein digitaler Pokal, ein öffentliches Lob im Newsletter – halten die Energie hoch. Wer die Ergebnisse nach Abschluss der Challenge transparent aufbereitet und kommuniziert, setzt gleichzeitig die Grundlage für die nächste Runde.

Was Unternehmen konkret gewinnen – jenseits der Schrittzahl

Der ROI einer Schritte-Challenge lässt sich schwer in Euro beziffern – und doch ist er messbar. Studien zeigen, dass Unternehmen mit aktiven Bewegungsprogrammen durchschnittlich 25 bis 30 Prozent niedrigere Fehlzeiten aufweisen als solche ohne strukturierte Gesundheitsförderung (Quelle: American Journal of Health Promotion). Hinzu kommen weiche Faktoren, die sich langfristig materiell niederschlagen: höhere Mitarbeiterzufriedenheit, stärkere emotionale Bindung ans Unternehmen und ein spürbar besseres Betriebsklima.

Employer Branding ist ein weiterer Aspekt, der oft unterschätzt wird. Unternehmen, die aktiv in Corporate Wellness investieren, werden von Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend bevorzugt – insbesondere von jüngeren Generationen, für die Gesundheitsangebote kein Nice-to-have mehr sind, sondern ein echtes Entscheidungskriterium bei der Arbeitgeberwahl. In Zeiten knapper Fachkräfte ist das kein kleiner Vorteil.

Jetzt starten: Schritte-Challenge mit instingo einfach umsetzen

Wer den DAK-Gesundheitsreport liest und danach auf Veränderung wartet, verliert wertvolle Zeit – und wertvolle Mitarbeitende. Die gute Nachricht: Eine Schritte-Challenge ist eine der wenigen BGM-Maßnahmen, die sich ohne monatelange Vorlaufzeit einführen lässt. Innerhalb weniger Tage kann eine strukturierte Challenge stehen, die Ihre gesamte Belegschaft erreicht – ob im Büro, im Homeoffice oder im Außendienst.

instingo bietet Unternehmen jeder Größe eine fertig aufgesetzte Plattform für genau das: eine Schritte-Challenge, die Teams zusammenbringt, Bewegung im Alltag verankert und messbare Ergebnisse liefert. Mit integrierter Team-Auswertung, automatischem Schritt-Tracking über Smartphone oder Wearable und einer einfachen Verwaltung für HR-Teams ist instingo der schnellste Weg von der Entscheidung zur Umsetzung.

Wenn der Krankenstand Ihr nächstes Budget-Gespräch dominiert, ist das der richtige Moment für eine konkrete Antwort. Starten Sie jetzt Ihre eigene Schritte-Challenge auf instingo.de – und erleben Sie, was passiert, wenn Ihre Belegschaft gemeinsam in Bewegung kommt.

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