Wenn der Arbeitsweg wegfällt: Warum Homeoffice-Mitarbeitende im Schnitt 3.000 Schritte weniger gehen – und was HR jetzt dagegen tun kann

Wer morgens aufsteht, den Laptop aufklappt und im Schlafanzug ans Homeoffice-Schreibtisch geht, spart Zeit – das ist unbestritten. Aber er spart auch Schritte. Viele Schritte. Und genau das ist ein Problem, das in vielen HR-Abteilungen noch unterschätzt wird.

3.000 Schritte weniger – was steckt hinter dieser Zahl?

Eine Studie der Universität Michigan, die 2021 im Journal of General Internal Medicine veröffentlicht wurde, untersuchte das Bewegungsverhalten von Büro- und Homeoffice-Mitarbeitenden über mehrere Wochen. Das Ergebnis war eindeutig: Wer von zu Hause aus arbeitet, geht im Durchschnitt rund 1.000 bis 1.500 Schritte weniger pro Tag als an Präsenztagen. Andere Untersuchungen, darunter eine Analyse des Stanford-Ökonomen Nicholas Bloom aus dem Jahr 2022, kommen auf noch höhere Differenzen von bis zu 3.000 Schritten täglich, sobald man den entfallenden Pendelweg einrechnet.

Zum Vergleich: Der Weg vom Parkplatz ins Büro, die Treppe zur Kantine, kurze Wege zu Kolleginnen und Kollegen – all das summiert sich im Büroalltag schnell auf 2.000 bis 3.500 Schritte, die im Homeoffice schlicht wegfallen. Wer früher täglich 8.000 Schritte erreichte, kommt zu Hause plötzlich nur noch auf 5.000. Über Wochen und Monate hat das spürbare Folgen für Körper und Geist.

In der Praxis zeigt sich außerdem: Das Problem verstärkt sich im Winter. Kurze Tage, schlechtes Wetter und fehlender sozialer Anlass, das Haus zu verlassen, sorgen dafür, dass Homeoffice-Mitarbeitende in den Monaten Oktober bis März besonders wenig Bewegung akkumulieren. HR-Abteilungen, die das ignorieren, riskieren einen messbaren Anstieg des Krankenstands und einen schleichenden Rückgang der Mitarbeitermotivation.

Was Bewegungsmangel im Homeoffice wirklich kostet

Bewegungsmangel ist kein abstraktes Gesundheitsrisiko – er hat konkrete Auswirkungen auf die Arbeit. Das Robert Koch-Institut berichtet in seinem Gesundheitsmonitor, dass Erwachsene mit geringer körperlicher Aktivität signifikant häufiger unter Rückenbeschwerden, Schlafproblemen und depressiven Verstimmungen leiden als aktive Vergleichsgruppen. All das sind Faktoren, die direkt in die Produktivität einzahlen – oder eben herausmünden.

Konkret: Wer sich tagsüber zu wenig bewegt, schläft schlechter. Wer schlechter schläft, ist am nächsten Tag weniger konzentriert und fehlerbelasteter. Die WHO schätzt, dass Produktivitätsverluste durch Bewegungsmangel jährlich einen volkswirtschaftlichen Schaden von über 54 Milliarden US-Dollar verursachen. Unternehmen tragen einen erheblichen Teil davon – ohne es oft zu merken, weil die Kausalität selten transparent gemacht wird.

Noch kritischer: Homeoffice-Mitarbeitende berichten häufiger von sozialer Isolation und einem Gefühl der Abkopplung vom Team. Bewegung – insbesondere gemeinsame Bewegung – ist ein natürlicher Gegenpol dazu. Wenn die täglichen kleinen Interaktionen auf dem Flur entfallen, entsteht eine soziale Lücke, die weder Videokonferenzen noch Slack-Kanäle vollständig schließen können.

Warum viele Corporate-Wellness-Programme am Homeoffice scheitern

Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren in betriebliche Gesundheitsförderung investiert – Firmenfitness-Abos, Ergonomieberatungen, gesundes Kantinenessen. Das Problem: Diese Angebote sind auf den physischen Arbeitsplatz zugeschnitten. Wer nicht ins Büro kommt, erreicht sie schlicht nicht. In der Praxis berichten HR-Verantwortliche häufig, dass die Nutzungsquoten von Präsenz-Gesundheitsangeboten unter Homeoffice-Mitarbeitenden erschreckend niedrig sind – mitunter unter zehn Prozent.

Ein weiterer Fallstrick: Top-Down-Kommunikation. Unternehmen, die Gesundheitsprogramme als Pflichtmaßnahme oder nüchterne E-Mail-Ankündigung ausrollen, erleben geringe Beteiligung. Bewegung und Wellbeing müssen erlebt, nicht verordnet werden. Das gilt im Büro – und im Homeoffice erst recht. Es braucht Formate, die intrinsische Motivation wecken, die Freude am gemeinsamen Tun aktivieren und digitale sowie physische Distanz überbrücken.

Digitale Corporate-Wellness-Plattformen wie instingo schließen hier eine entscheidende Lücke. Statt ein Angebot an einen physischen Ort zu binden, verbinden sie Mitarbeitende über Teams, Standorte und Arbeitsmodelle hinweg – und machen Bewegung zu einem geteilten, sichtbaren und motivierenden Erlebnis.

Was HR jetzt konkret tun kann: Fünf Maßnahmen, die wirken

Der erste Schritt ist Bewusstseinsbildung. Kommuniziert aktiv, dass Bewegungsmangel im Homeoffice ein reales Problem ist – und dass das Unternehmen das ernst nimmt. Ein kurzer Beitrag im internen Newsletter, eine Führungskraft, die offen über ihre eigene Erfahrung spricht, oder ein kurzes Video mit konkreten Zahlen können den Anstoß geben. Denn viele Mitarbeitende wissen gar nicht, wie stark sich ihr Bewegungspensum verändert hat.

Zweitens: Macht Bewegungspausen zur strukturellen Normalität. Kalender-Blocker für zehn Minuten Bewegung zwischen Meetings sind kein Luxus – sie sind eine Investition. Einige Unternehmen haben feste „Walking-Windows" eingeführt, in denen Meetings bewusst unterbrochen werden. Das kostet keine Ressourcen, aber es braucht kulturelle Rückendeckung aus der Führungsebene.

Drittens: Nutzt Wettbewerb und Gemeinschaft als Antrieb. Menschen bewegen sich mehr, wenn sie wissen, dass andere es auch tun – und wenn ein spielerisches Element dazukommt. Eine gut gestaltete Schritte-Challenge verbindet genau das: Sie erzeugt ein gemeinsames Ziel, sorgt für tägliche Check-ins und schafft Gesprächsstoff auch über die Arbeit hinaus. Das ist Teambuilding, das nichts kostet außer ein paar tausend Schritte täglich.

Viertens: Bindet Führungskräfte aktiv ein. Studien zur Vorbildwirkung von Führungskräften zeigen konsistent, dass Teams aktiver sind, wenn die eigene Führungskraft mitmacht. Das bedeutet nicht, dass jede Teamleiterin einen Marathon laufen muss – aber sichtbares Mitmachen bei einer Schritte-Challenge senkt die Hemmschwelle erheblich.

Fünftens: Messt und kommuniziert Ergebnisse. Was nicht sichtbar ist, motiviert nicht. Zwischenstände, Teamrankings, Meilensteine – all das hält die Energie über Wochen aufrecht. Plattformen wie instingo bieten genau das: transparente Dashboards, Teamvergleiche und kommunikative Elemente wie Challenges und Kommentarfunktionen, die eine echte Community entstehen lassen.

Eine Schritte-Challenge für hybride Teams: Was bei der Planung zählt

Wer eine Schritte-Challenge für ein gemischtes Team aus Büro- und Homeoffice-Mitarbeitenden plant, sollte ein paar Dinge im Blick behalten. Erstens muss die Teilnahme niedrigschwellig sein – keine extra Hardware, kein kompliziertes Setup. Jedes Smartphone ist heute in der Lage, Schritte zu zählen, und eine gute Plattform integriert sich nahtlos in das Alltagsleben der Teilnehmenden.

Zweitens sollten Teams nicht nach Hierarchie oder Abteilung, sondern möglichst gemischt zusammengestellt werden. So entstehen Verbindungen zwischen Menschen, die sonst wenig miteinander zu tun haben – gerade im Homeoffice ein wichtiger Effekt. Drittens: Plant eine ausreichende Laufzeit von drei bis sechs Wochen. Zu kurz und der Motivationsaufbau fehlt, zu lang und der Drive lässt nach. Eine Vorlaufzeit von zwei Wochen für Kommunikation und Teaminterne Ankündigung hat sich in der Praxis bewährt.

Schließlich: Feiert Erfolge. Nicht nur das Gesamtergebnis, sondern auch Zwischenmeilensteine, besondere Momente und persönliche Fortschritte einzelner Mitarbeitender. Das ist nicht Kitsch – das ist nachhaltige Mitarbeitermotivation.

Jetzt starten: Holt euch die verlorenen 3.000 Schritte zurück – mit instingo

Das Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. Hybrides Arbeiten ist für Millionen von Beschäftigten in Deutschland inzwischen der Normalzustand. Die Frage ist nicht mehr, ob HR auf die gesundheitlichen Folgen reagieren muss – sondern wie schnell und wie wirksam.

Eine gut durchgeführte Schritte-Challenge ist eine der effektivsten, günstigsten und inklusivsten Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement, die es gibt. Sie erreicht alle – egal ob im Büro, im Homeoffice oder im Außendienst. Sie stärkt den Teamzusammenhalt, steigert die Mitarbeitermotivation und macht Bewegung im Alltag spürbar und sichtbar.

instingo macht genau das möglich: Eine intuitive Corporate-Wellness-Plattform, die Schritte-Challenges für Unternehmen jeder Größe in wenigen Minuten startklar macht – mit Teamfunktionen, Dashboards, interaktiven Features und allem, was eine Challenge lebendig hält. Tausende Mitarbeitende aus Unternehmen wie Audi, AXA und ADAC haben bereits gezeigt, was gemeinsames Gehen bewirken kann.

Startet jetzt eure eigene Schritte-Challenge und holt euch die 3.000 Schritte zurück, die im Homeoffice täglich verloren gehen. Mehr Informationen und eine unkomplizierte Anmeldung findet ihr auf instingo.de.

Garmin
Caverion
IBS
ApoBank
White & Case
Hervis
Bundesbank
Audi
Velux
IKB
KPMG
BKK Provita
ADAC
Groupe SEB
ZAR
Thomas Philipps
Zschimmer & Schwarz
All4Labels
Hydro
Nexperia
Garmin
Caverion
IBS
ApoBank
White & Case
Hervis
Bundesbank
Audi
Velux
IKB
KPMG
BKK Provita
ADAC
Groupe SEB
ZAR
Thomas Philipps
Zschimmer & Schwarz
All4Labels
Hydro
Nexperia
Jambit
BVMW
Johannesbad
Movement24
OGE
WVV
Schongau
BfR
Railpool
GBA Group
Uni Würzburg
Zeiss
BEW Berliner Energie und Wärme
BFW
Jambit
BVMW
Johannesbad
Movement24
OGE
WVV
Schongau
BfR
Railpool
GBA Group
Uni Würzburg
Zeiss
BEW Berliner Energie und Wärme
BFW

Mehr als 200 Unternehmen weltweit vertrauen uns.

Bereits über 6000+ Teams haben erfolgreich an der Schritte Challenge teilgenommen.

Jetzt Demo anfragen