53.317.708 Schritte. 43 Tage. 110 Mitarbeitende, verteilt auf 15 Teams. Und ein Anlass, der selten so konsequent für eine Bewegungsinitiative genutzt wird: das 40-jährige Bestehen eines Unternehmens. Thomas Philipps GmbH & Co. KG hat mit der Challenge „40 Jahre Thomas Philipps – Geht mit uns gemeinsam den Weg der Thomas Philipps Geschichte!" bewiesen, dass ein Firmenjubiläum weit mehr sein kann als ein Festakt mit Buffet. Es kann der Startschuss für eine der wirkungsstärksten BGM-Maßnahmen sein, die ein Unternehmen umsetzen kann.
Was dabei herausgekommen ist, lohnt sich genau anzuschauen – nicht nur wegen der beeindruckenden Zahlen, sondern wegen dem, was sie über Motivation, Teilnahme und Unternehmenskultur verraten.
43 Tage, 53 Millionen Schritte – und was diese Zahl wirklich bedeutet
Im Schnitt legten die Teilnehmenden täglich 11.272 Schritte zurück. Das klingt zunächst wie eine Zahl unter vielen – ist es aber nicht. Denn laut einer viel beachteten Studie, die 2023 im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurde, sind bereits 3.967 Schritte täglich ausreichend, um das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant zu senken. Die Teilnehmenden bei Thomas Philipps haben diesen Schwellenwert im Durchschnitt fast dreifach überschritten – jeden einzelnen Tag, über mehr als sechs Wochen hinweg.
Bezogen auf die gesamte Challenge kommt jede teilnehmende Person auf 484.706 Schritte. Das entspricht einer Distanz von ungefähr 340 Kilometern – zu Fuß, in weniger als sieben Wochen. Wer glaubt, diese Leistung sei nur mit Hochsportlern in der Belegschaft erreichbar, unterschätzt, was ein gut aufgesetztes Bewegungsprogramm mit einem klaren Ziel und einem emotionalen Anlass auslösen kann. In der Praxis zeigt sich immer wieder: Es braucht keine Fitnessbegeisterten als Treiber. Es braucht einen Rahmen, der Sinn stiftet – und genau das hat Thomas Philipps geliefert.
Firmenjubiläum als BGM-Zündung: ein unterschätztes Konzept
Die Entscheidung, das 40-jährige Firmenjubiläum als thematischen Kern der Challenge zu nutzen, ist strategisch klug. Jubiläen erzeugen Identifikation. Sie erinnern Mitarbeitende daran, Teil einer Geschichte zu sein – nicht nur eines Unternehmens. Dieses Zugehörigkeitsgefühl ist, wie eine Metaanalyse der Gallup-Organisation seit Jahren zeigt, einer der stärksten Prädiktoren für Mitarbeiterengagement und -bindung.
Wenn aus „Wir starten jetzt eine Gesundheitskampagne" ein „Wir gehen gemeinsam den Weg der letzten 40 Jahre" wird, verändert sich die psychologische Ausgangslage grundlegend. Die Challenge wird kein externes Programm, das von oben verordnet wird. Sie wird Teil einer kollektiven Erzählung. HR-Verantwortliche sollten diesen Ansatz ernstnehmen: Anlässe wie Jubiläen, Standorteröffnungen oder Unternehmensmeilensteine bieten eine narrative Klammer, die Participation Rates nach oben treibt – organisch und ohne zusätzliche Überzeugungsarbeit.
Wer eine Schritte-Challenge einführen möchte, sollte sich also zuerst fragen: Welches Ereignis im Unternehmenskalender kann diese Initiative emotional aufladen? Ein Jubiläum, wie bei Thomas Philipps, ist dafür eine der stärksten Optionen.
100 % Begeisterung – und was das über HR-Kommunikation verrät
Drei Umfragen wurden im Challenge-Chat durchgeführt. Schon das allein ist bemerkenswert: Wenn Teilnehmende in einem Bewegungsprogramm mitdiskutieren, abstimmen und kommunizieren, entsteht eine soziale Dynamik, die über das bloße Schrittezählen hinausgeht. Bei der Umfrage „Wie viel Bock habt ihr auf die Challenge?" stimmten 100 % der Teilnehmenden für „Viel Bock" – bei null Stimmen für „Gar kein Bock".
Das ist kein statistisches Rauschen. Das ist ein Signal. Und es zeigt: Wenn Mitarbeitende das Gefühl haben, dass eine Gesundheitsmaßnahme für sie gemacht ist – nicht für eine abstrakte Zielgruppe –, dann entsteht echte Eigenmotivation. Viele HR-Verantwortliche berichten, dass neue Programme anfangs mit Skepsis aufgenommen werden. Der Trick liegt im Framing: Kein Zwang, keine Performanzerwartung, kein Vergleich mit dem fittesten Kollegen – sondern eine gemeinsame Geschichte, ein gemeinsames Ziel.
Die 100-Prozent-Begeisterung bei Thomas Philipps entstand nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis einer Konzeption, bei der das Thema (Firmengeschichte), die Struktur (Teams, Abzeichen, Chat) und der Zeitraum (43 Tage, also lang genug für Gewohnheitsbildung) sorgfältig aufeinander abgestimmt wurden.
Abzeichen als Motivationsmotor – was die Daten konkret zeigen
Die am häufigsten verdienten Abzeichen verraten einiges über das Engagement der Teilnehmenden. Das „Pinnacle"-Abzeichen wurde 102-mal vergeben – es honoriert besondere Leistungen an der Spitze des persönlichen Möglichen. Das „Triumph"-Abzeichen kam auf 86 Vergaben, das „Initiator"-Abzeichen auf 84. Bemerkenswert auch das „Streaker"-Abzeichen mit 67 Vergaben, das für konstante tägliche Aktivität über mehrere Tage hinweg steht.
Was sagt das aus? Gamification funktioniert – aber nur, wenn die Mechanismen zur Zielgruppe passen. Das Streaker-Abzeichen beispielsweise belohnt Kontinuität, nicht Geschwindigkeit. Es setzt einen Anreiz für genau das, was Gesundheitsforschende seit Jahren fordern: regelmäßige, moderate Bewegung statt sporadischer Hochleistung. Wer 67-mal in einer Gruppe von 110 Menschen dieses Abzeichen vergibt, hat eine Belegschaft, in der Ausdauer und Beharrlichkeit offenbar nicht nur gewünscht, sondern gelebt werden. Das ist für HR ein wertvolles Signal: Diese Mechanismen funktionieren und sind auf andere Unternehmen übertragbar.
Das „Diligent"-Abzeichen, 60-mal vergeben, rundet das Bild ab: Es ehrt Fleiß und Zuverlässigkeit im Verlauf der gesamten Challenge. Wer diese fünf Abzeichentypen in Kombination sieht, erkennt ein Muster – eine Belegschaft, die nicht nur am ersten Tag enthusiastisch startete, sondern über 43 Tage hinweg drangeblieben ist.
Was 24 % manuell eingetragene Schritte über Inklusion verraten
Ein Detail, das in vielen Challenge-Berichten untergeht, aber konzeptionell entscheidend ist: 24 % der Schritte wurden manuell eingetragen. Das bedeutet, fast ein Viertel aller Bewegungsdaten kam von Teilnehmenden, die keine automatische Tracking-Lösung genutzt haben – kein Smartphone mit aktivierter Schritterfassung, keine Smartwatch, kein Fitnesstracker.
Das ist keine Schwäche eines Systems. Das ist ein Zeichen echter Inklusion. Eine Schritte-Challenge, die nur für technikaffine Mitarbeitende mit aktuellem Smartphone funktioniert, schließt automatisch große Teile der Belegschaft aus – Schichtarbeitende, Ältere, Menschen in handwerklichen Tätigkeiten, Außendienstmitarbeitende ohne ständige App-Nutzung. Wenn 24 % der Daten manuell eingetragen werden und das System das problemlos verarbeitet, signalisiert das: Hier ist jeder willkommen. Diese Botschaft ist für HR-Verantwortliche nicht zu unterschätzen. Die Gallup-Studien zur Mitarbeiterbindung betonen immer wieder, dass das Gefühl der Zugehörigkeit – das Gefühl, gesehen und einbezogen zu werden – stärker an ein Unternehmen bindet als Gehalt oder Benefits.
Thomas Philipps hat mit dem Einbezug manueller Eingaben sichergestellt, dass niemand strukturell ausgeschlossen wird. Das ist BGM auf Augenhöhe.
Was HR-Verantwortliche aus Thomas Philipps mitnehmen können
Aus 43 Tagen, 110 Teilnehmenden und 53 Millionen Schritten lassen sich konkrete Empfehlungen ableiten, die über den Einzelfall hinaus Gültigkeit haben. Erstens: Nutzen Sie emotionale Anlässe als Einstiegspunkt. Ein Jubiläum, ein Standortjubiläum, ein Unternehmensmeilenstein – all das kann eine Schritte-Challenge von einem Programm zu einer gemeinsamen Geschichte machen. Zweitens: Setzen Sie auf Abzeichen, die Kontinuität belohnen, nicht nur Spitzenleistung. Wer täglich 8.000 Schritte geht, verdient genauso Anerkennung wie jemand, der einmal 20.000 Schritte schafft.
Drittens: Stellen Sie sicher, dass Ihre Challenge für alle zugänglich ist – unabhängig von Technikausstattung oder körperlicher Ausgangslage. Viertens: Nutzen Sie interne Kommunikationsformate wie Umfragen im Challenge-Chat. Sie erzeugen Verbindlichkeit, Sichtbarkeit und das Gefühl, dass die eigene Meinung zählt. Und fünftens: Denken Sie langfristig. 43 Tage sind kein Sprint, sondern ein Zeitraum, in dem sich laut aktueller Verhaltensforschung tatsächlich neue Gewohnheiten festigen können – die Forscherin Phillippa Lally von der University College London zeigt in ihrer viel zitierten Studie, dass Gewohnheitsbildung im Schnitt 66 Tage dauert, aber schon nach 20–40 Tagen erste Automatismen entstehen.
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Was Thomas Philipps in 43 Tagen gezeigt hat, ist keine Ausnahme. Es ist ein Muster, das sich wiederholt, wenn Unternehmen Schritte-Challenges sorgfältig konzipieren – mit echtem Sinn, klaren Strukturen und einer Plattform, die einfach zu bedienen ist. 53 Millionen Schritte entstehen nicht durch Zufall. Sie entstehen, wenn HR-Verantwortliche die richtigen Werkzeuge in die Hand bekommen.
instingo bietet genau das: eine unkomplizierte, skalierbare Plattform für Schritte-Challenges im Unternehmen – mit Teamwertungen, Abzeichen, Chat-Funktionen und manueller Schritteingabe. Ob 10 oder 1.000 Teilnehmende, ob Büro, Schicht oder Außendienst: instingo lässt sich an jede Belegschaft anpassen. Und falls Ihr Unternehmen in diesem oder im nächsten Jahr ein Jubiläum feiert – wäre das nicht der perfekte Anlass?
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