BGM an der Universität: Warum der erste Teilnehmer der mutigste ist – und wie Hochschulen mit einer Schritte-Challenge eine nachhaltige Bewegungskultur aufbauen

Wer in einem Unternehmen eine neue Gesundheitsinitiative startet, kennt das Phänomen: Der erste Anmeldetermin kommt, die Einladung geht raus — und dann herrscht erst einmal Stille. Das gilt für Fitnesskurse, Meditationsangebote und Ernährungsberatungen gleichermaßen. Bei Schritte-Challenges in Hochschulen tritt dieses Phänomen besonders deutlich zutage. Denn Universitäten sind komplexe Organisationen: Professoren, wissenschaftliche Mitarbeitende, Verwaltung, technisches Personal — unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Hierarchievorstellungen, und oft das Gefühl, dass BGM „für die anderen" gedacht ist. Wer sich als Erster anmeldet, setzt sich exponiert. Und genau deshalb ist dieser erste Schritt oft der mutigste.

Hochschulen als BGM-Sonderfall: Warum Standardansätze hier nicht greifen

Ein mittelständisches Produktionsunternehmen hat in der Regel eine relativ homogene Belegschaft, feste Schichtzeiten und einen Betriebsrat, der Gesundheitsmaßnahmen aktiv unterstützt. An einer Universität sieht die Realität anders aus. Wissenschaftliche Beschäftigte arbeiten projektbezogen, oft in wechselnden Teams, mit stark schwankenden Arbeitszeiten. Professorinnen und Professoren genießen ein hohes Maß an Autonomie — und lassen sich kaum durch Top-down-Ansätze motivieren. Die Verwaltung wiederum ist strukturell oft von der wissenschaftlichen Seite getrennt, obwohl beide zur selben Institution gehören.

Laut dem BMBF-Bericht zur Gesundheitsförderung an Hochschulen (2022) haben weniger als 40 Prozent der deutschen Hochschulen ein strukturiertes betriebliches Gesundheitsmanagement implementiert — obwohl der Hochschulpakt und die Anforderungen des Deutschen Hochschulverbands schon lange auf systematische Prävention drängen. Der Grund: Viele Hochschulen wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Und die Instrumente, die in klassischen Unternehmen funktionieren, stoßen in akademischen Kulturen schnell an Grenzen.

Der erste Teilnehmer als sozialer Katalysator

Sozialpsychologisch ist der erste Teilnehmer einer neuen Initiative mehr als nur eine Person — er oder sie ist ein Signal. Wenn ein Kollege, eine Kollegin aus der Verwaltung oder gar eine Lehrkraft sagt: „Ich mache bei der Schritte-Challenge mit", dann legitimiert das die Initiative für alle anderen. Die Forschung zu sozialen Normen zeigt, dass Menschen sich stärker an beobachtbarem Verhalten orientieren als an Appellen. Das bedeutet: Ein einziger Mensch, der sichtbar mitmacht, kann den Unterschied zwischen einer leeren Anmeldeliste und einer gefüllten Challenge ausmachen.

In der Praxis zeigt sich: Die ersten Anmeldungen kommen häufig aus dem direkten Umfeld der initiierenden Person — oft aus dem BGM-Team oder der Personalabteilung selbst. Was viele HR-Verantwortliche unterschätzen: Diese Initialzündung ist nicht zufällig, sie lässt sich aktiv gestalten. Wer gezielt zwei oder drei Personen aus verschiedenen Bereichen der Hochschule vorab einlädt und sie bittet, sich sichtbar zu beteiligen, senkt die soziale Hemmschwelle für alle anderen erheblich. Der erste Schritt ist ein Kulturakt — kein sportlicher.

Was Bewegung an Hochschulen strukturell verändert

Eine Schritte-Challenge ist im Hochschulkontext nicht nur eine Gesundheitsmaßnahme — sie ist ein Instrument, das institutionelle Silos aufbrechen kann. In der Regel haben Wissenschaftlerinnen aus dem Fachbereich Biologie wenig Kontakt zur IT-Abteilung. In einem gemeinsamen Team innerhalb einer Challenge laufen plötzlich Menschen nebeneinander, die sich im Arbeitsalltag nie begegnet wären. Das ist kein Nebeneffekt — das ist einer der zentralen Mehrwerte.

Eine Studie der Leuphana Universität Lüneburg (2021) zum Wohlbefinden von Hochschulbeschäftigten zeigt, dass Kollegialität und soziale Einbindung zu den stärksten Prädiktoren für Arbeitszufriedenheit und psychische Gesundheit zählen — stärker als Gehalt oder Arbeitsplatzsicherheit. Eine Schritte-Challenge, die Teamzusammenhalt über Bereichsgrenzen hinweg schafft, adressiert also genau jene Faktoren, die laut Forschungslage am meisten zählen. Das ist kein Zufall, das ist strategisches BGM.

Best Practices: So gelingt der Start an Ihrer Hochschule

Wer an einer Hochschule eine Schritte-Challenge einführen möchte, sollte ein paar Grundprinzipien beachten, die sich in der Praxis bewährt haben. Erstens: Holen Sie sich früh sichtbare Unterstützung von Personen mit Signalwirkung — das muss nicht der Rektor sein, aber eine beliebte Professur oder eine Führungskraft aus der Verwaltung macht einen Unterschied. Zweitens: Gestalten Sie die Teilnahme so einfach wie möglich. Jede zusätzliche technische Hürde kostet Anmeldungen. Drittens: Kommunizieren Sie intern mehrfach und über verschiedene Kanäle — Flyer am schwarzen Brett reichen nicht aus, wenn die Hälfte der Beschäftigten primär per E-Mail erreichbar ist.

Viele HR-Verantwortliche berichten außerdem, dass eine offizielle Auftaktveranstaltung — auch wenn sie nur zehn Minuten dauert — deutlich mehr Anmeldungen erzeugt als eine reine E-Mail-Kampagne. Der persönliche Kontakt senkt die Schwelle. Und wenn beim Start bereits mehrere Teams sichtbar gemacht werden, entsteht von Anfang an das Gefühl: Hier ist schon etwas im Gange, ich will dazugehören. Dieser psychologische Effekt, bekannt aus der Verhaltensforschung als „social proof", ist im Hochschulkontext besonders wirksam, weil akademische Kulturen stark auf Peer-Orientierung setzen.

Warum Nachhaltigkeit entscheidend ist — und wie man sie erreicht

Eine einmalige Challenge bringt Bewegung. Eine regelmäßige Challenge verändert Kultur. Der Unterschied liegt nicht im Format, sondern in der Kontinuität. Hochschulen, die Schritte-Challenges zu einem festen Bestandteil ihres Jahreskalenders machen — etwa einmal pro Semester — beobachten, dass die Beteiligung von Jahr zu Jahr wächst. Wer einmal mitmacht und positive Erfahrungen sammelt, kommt wieder. Und wer beim letzten Mal noch zögerte, sieht: Das hier ist kein Experiment, das ist Teil unserer Kultur.

Laut einer Erhebung des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung (IfBG) aus dem Jahr 2023 steigt die Bereitschaft zur Teilnahme an BGM-Maßnahmen signifikant, wenn Beschäftigte das Gefühl haben, dass die Initiative langfristig angelegt ist und nicht nach einer Saison wieder verschwindet. Genau hier liegt die strategische Aufgabe für BGM-Verantwortliche an Hochschulen: nicht nur starten, sondern Rahmenbedingungen schaffen, die Wiederholung wahrscheinlich machen. Das schließt feste Budgets, interne Kommunikationsroutinen und eine verantwortliche Person ein, die das Thema am Leben hält.

Was der mutigste Schritt mit instingo einfacher wird

Der erste Teilnehmer braucht keine Hochglanzkampagne — er braucht ein Werkzeug, das den Einstieg niedrigschwellig macht und die Erfahrung anschließend so positiv gestaltet, dass er beim nächsten Mal die Werbetrommel rührt. Genau das leistet instingo. Die Plattform ist darauf ausgelegt, Schritte-Challenges unkompliziert zu starten, transparent zu begleiten und die soziale Dynamik zu unterstützen — durch Teamwertungen, Badges, eine integrierte Chat-Funktion und ein Dashboard, das auch technisch weniger affinen Beschäftigten sofort verständlich ist.

Ob 20 Mitarbeitende in der Verwaltung oder 200 Beschäftigte über mehrere Fachbereiche hinweg: instingo skaliert mit der Größe Ihrer Institution und lässt sich flexibel an Ihre internen Strukturen anpassen. Die ersten Hochschulen, die konsequent auf Schritte-Challenges setzen, stellen fest: Es ist nicht die Sportlichkeit, die entscheidet. Es ist die Bereitschaft, einmal anzufangen. Und dann noch einmal. Und noch einmal.

Starten Sie jetzt Ihre Schritte-Challenge mit instingo

Wenn Sie als BGM-Verantwortliche oder HR-Managerin an einer Hochschule wissen, dass Ihre Belegschaft mehr Bewegung und mehr Teamzusammenhalt braucht — dann ist jetzt der richtige Moment. Nicht nach dem nächsten Semester. Nicht nach der nächsten Budgetrunde. Jetzt. Der erste Schritt muss kein perfekter sein. Er muss nur gemacht werden. instingo begleitet Sie dabei — von der Planung über den Launch bis zum Abschlussbericht. Besuchen Sie instingo.de und starten Sie noch heute Ihre erste Schritte-Challenge. Denn der mutigste Teilnehmer Ihrer nächsten Challenge könnten Sie selbst sein.

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