September, Oktober, November: Die Monate, in denen HR-Abteilungen unter Druck geraten
Wer im Personalbereich arbeitet, kennt das Muster: Kaum sinken die Temperaturen, steigen die Krankmeldungen. Laut dem DAK-Gesundheitsreport 2023 erreicht der Krankenstand in deutschen Unternehmen im vierten Quartal regelmäßig seinen Jahreshöhepunkt – besonders Atemwegserkrankungen und psychische Beschwerden treiben die Fehlzeiten nach oben. Hinzu kommt, dass die Lichtarmut der Herbstmonate bei vielen Mitarbeitenden echte psychische Spuren hinterlässt: Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, nachlassende Konzentration. Was in der Fachliteratur als saisonal abhängige Depression (SAD) gilt, zeigt sich im Unternehmensalltag als stille Produktivitätsbremse. Viele HR-Verantwortliche reagieren darauf klassisch: mit Desinfektionsmitteln in den Fluren und der Hoffnung, dass es bald wieder besser wird. Das reicht längst nicht mehr.
Bewegungsmangel im Herbst: mehr als ein Lifestyle-Problem
Wenn es früher dunkel wird und die Temperaturen fallen, reduziert sich die alltägliche Bewegung vieler Menschen dramatisch. Wer im Sommer noch zu Fuß zur Arbeit gegangen ist oder mittags im Park spaziert war, bleibt im Oktober lieber im Büro sitzen. Diese Verhaltensänderung ist nicht nur ein persönliches Problem – sie wirkt sich messbar auf Gesundheit, Stimmung und Teamdynamik aus. Eine Metaanalyse, veröffentlicht im British Journal of Sports Medicine (2022), belegt, dass bereits 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche das Risiko für Erkältungserkrankungen um bis zu 46 Prozent senkt. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer im Herbst weniger geht, wird häufiger krank. Und häufigere Erkrankungen kosten Unternehmen nicht nur Geld – sie kosten auch Momentum, Teamzusammenhalt und Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.
In der Praxis zeigt sich, dass Bewegungsmangel im Herbst oft mit einem zweiten Problem zusammenfällt: dem Rückzug aus sozialen Interaktionen. Teams, die im Sommer noch gemeinsam die Mittagspause draußen verbracht haben, isolieren sich in den Herbstmonaten. Meetings werden wieder rein digital abgehalten, der Small Talk in der Kaffeeküche nimmt ab, das Gemeinschaftsgefühl leidet. Genau hier setzt eine gut geplante Schritte-Challenge an – und das mit einer Wirkung, die weit über körperliche Fitness hinausgeht.
Warum eine Schritte-Challenge im Herbst wirksamer ist als zu jedem anderen Zeitpunkt
Der Oktober-November-Zeitraum ist kein schlechter Zeitpunkt für eine Schritte-Challenge – er ist der beste. Nicht trotz der Widrigkeiten, sondern genau wegen ihnen. Eine Challenge gibt Mitarbeitenden einen konkreten Anlass, sich trotz grauem Himmel und kurzer Tage zu bewegen. Sie schafft Verbindlichkeit ohne Zwang, erzeugt sozialen Druck in der positivsten Form und macht aus einer individuellen Aufgabe eine gemeinsame Mission. Wer weiß, dass seine Teamkolleginnen und -kollegen gerade auch draußen ihre Schritte sammeln, überwindet den inneren Schweinehund leichter.
Hinzu kommt ein oft unterschätzter psychologischer Effekt: Gemeinsame Bewegung wirkt stimmungsaufhellend – und zwar nicht nur durch die körperliche Aktivität selbst, sondern durch das Gemeinschaftserlebnis. Eine Studie der Harvard Medical School zeigt, dass sozialer Zusammenhalt einer der stärksten Schutzfaktoren gegen saisonal bedingte Stimmungstiefs ist. Eine Schritte-Challenge liefert genau diesen Zusammenhalt: täglich, strukturiert und mit messbarem Fortschritt für alle Beteiligten. Das ist Corporate Wellness in seiner zugänglichsten Form – keine Yoga-App, die nach zwei Wochen vergessen ist, sondern eine gemeinsame Bewegung, die Wochen lang verbindet.
Was HR-Verantwortliche konkret tun können: Best Practices für den Herbst-Start
Der häufigste Fehler, den HR-Teams beim Thema Gesundheitsinitiativen machen, ist der Zeitpunkt: Sie starten Maßnahmen, wenn der Krankenstand bereits explodiert ist – also reaktiv statt präventiv. Eine Schritte-Challenge im September oder Oktober zu starten bedeutet, vor der Welle zu agieren. Das erhöht die Beteiligung, weil Mitarbeitende noch nicht im Stimmungstief stecken, und die Auswirkungen der Challenge entfalten sich genau dann, wenn es am nötigsten ist.
Konkret empfehlen sich folgende Maßnahmen für HR-Verantwortliche:
- Sichtbare Führungsbeteiligung sicherstellen: Wenn die Geschäftsführung oder Teamleitungen aktiv mitmachen und ihre Schritte teilen, steigt die Teilnahmequote erfahrungsgemäß deutlich. Viele HR-Verantwortliche berichten, dass ein kurzes Statement der Führungsebene beim Kick-off die Beteiligung um 20–30 Prozent erhöht.
- Heterogene Teams einteilen: Abteilungsübergreifende Teams fördern genau den sozialen Austausch, der im Herbst so leicht verloren geht. Azubis, Sachbearbeitende und Führungskräfte, die gemeinsam Schritte sammeln, bauen Barrieren ab – nachhaltig.
- Interne Kommunikation von Anfang an aufbauen: Eine Challenge lebt von Sichtbarkeit. Regelmäßige Updates im Team-Chat, eine kurze Erwähnung im Intranet, Zwischenstände auf dem digitalen Schwarzen Brett – das hält die Energie hoch und erinnert diejenigen, die zwischenzeitlich nachlassen, wieder ans Mitmachen.
- Niedrigschwellig einsteigen: Nicht jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist sportlich aktiv. Eine Schritte-Challenge ist inklusiv, weil Gehen keine Vorerfahrung erfordert. Das sollte die interne Kommunikation klar betonen – gerade im Herbst, wenn die Hemmschwelle zur Bewegung ohnehin höher ist.
In der Praxis zeigt sich, dass Challenges mit klar definierten Teamzielen und einem spielerischen Wettkampfelement besonders erfolgreich sind. Mitarbeitende motivieren sich gegenseitig, checken gegenseitig die Fortschritte und bringen Energie ins Büro, die sich auch auf die tägliche Zusammenarbeit überträgt.
Fehlzeiten, Kosten, Kultur: Was eine Herbst-Challenge langfristig bewegt
HR-Verantwortliche stehen zunehmend unter Druck, Maßnahmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) nicht nur sinnvoll, sondern auch messbar zu machen. Die gute Nachricht: Schritte-Challenges liefern konkrete Daten. Beteiligung, zurückgelegte Schritte, Teamfortschritt – all das lässt sich dokumentieren und in den Kontext von Fehlzeiten und Gesundheitsquoten stellen. Laut einer Analyse des Instituts für betriebliche Gesundheitsförderung (IBG) können niedrigschwellige Bewegungsinitiativen den Krankenstand in Unternehmen im Zeitraum ihrer Durchführung um bis zu 15 Prozent senken. Das sind keine Versprechen, das sind nachvollziehbare Effekte – wenn die Maßnahme gut geplant und kommuniziert ist.
Jenseits der Zahlen passiert noch etwas anderes: Unternehmen, die im Herbst aktiv in die Gesundheit ihrer Belegschaft investieren, senden ein Signal. Sie sagen: Wir warten nicht, bis ihr krank seid. Das verändert die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden nachhaltig. Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung entstehen nicht durch Obstkorb und Tischkicker, sondern durch das Gefühl, gesehen und unterstützt zu werden – gerade in den ungemütlichen Monaten des Jahres.
Bewegung als Antwort auf Winterblues: Was die Forschung eindeutig belegt
Die Verbindung zwischen körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit ist wissenschaftlich so gut belegt wie kaum ein anderes Thema in der Medizin. Regelmäßiges Gehen erhöht die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin, verbessert die Schlafqualität und stärkt die Resilienz gegenüber Stressoren. Laut einer Studie der Universität Bern (2023) wirkt moderate Bewegung bei leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen ähnlich effektiv wie psychotherapeutische Kurzinterventionen. Im Herbst, wenn Lichtmangel und Kälte das emotionale Gleichgewicht vieler Menschen belasten, ist das ein Argument, das HR-Verantwortliche ernst nehmen sollten.
Eine Schritte-Challenge im Unternehmen ist dabei keine Therapie – aber sie ist ein niedrigschwelliger, alltagstauglicher Weg, regelmäßige Bewegung in den Alltag zu integrieren. Und das gemeinsam, was den Effekt nochmals verstärkt. Teambuilding und Gesundheitsförderung schließen sich nicht aus – sie bedingen sich gegenseitig, wenn die Maßnahme gut umgesetzt ist.
Starten Sie jetzt – bevor der Winter die Initiative übernimmt
Wenn Sie als HR-Verantwortliche oder Geschäftsführerin jetzt überlegen, ob der Herbst der richtige Zeitpunkt ist – ja, er ist es. Nicht irgendwann, nicht im nächsten Quartal. Der beste Moment für eine Schritte-Challenge ist genau dann, wenn Ihre Belegschaft anfängt, sich in ihre Winterstarre zu begeben. Eine gut geplante Challenge durchbricht diesen Automatismus und setzt ein Zeichen: Ihr Wohlbefinden ist kein Saisonthema.
instingo bietet Unternehmen eine einfach zu startende, vollständig digitale Plattform für Schritte-Challenges – inklusiv, teambasiert und mit allem, was HR für eine erfolgreiche Durchführung braucht: flexible Laufzeiten, automatisierte Teamwertungen, eine aktive Chat-Funktion und eine intuitive Benutzeroberfläche, die alle Mitarbeitenden sofort abholt. Keine lange Einführungsphase, kein IT-Aufwand, kein Frust.
Starten Sie Ihre Herbst-Challenge jetzt auf instingo.de – und machen Sie den Oktober zum Startschuss für mehr Bewegung, weniger Fehlzeiten und einen echten Teamzusammenhalt, der auch den Winter übersteht.


























